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Johansson
(2004, Etiquette/Soulfood 3710)
Gitte Hænning. Gitte? Ja, genau jene, welche in den Sechzigern »Ich will 'nen Cowboy als Mann« und in den Siebzigern mit »Ich habe die Liebe verspielt in Monte Carlo« die Schlagerszene immer wieder neu aufrollte. In der Zeit danach versuchte sie – teils mit Erfolg – an Substanz zu gewinnen durch Musical-Engagements und zahlreiche Abstecher ins Jazz-Genre.
Zu ihrem 50jährigen Bühnenjubiläum spürte Gitte Hænning ihren Wurzeln, ihren Lieblings-Songs nach. Das deutet sich schon beim Albumtitel an – ihr Vater hieß eigentlich Henning Otto Thorup Johansson – und setzt sich im bunten Kontrastprogramm fort: Katja Maria Werkers wunderbare Ballade »Music Is The Only Language« reiht sich ein neben »The Rain« von Roxette und den ins Deutsche übersetzten Police-Ohrwurm »De Do Do Do, De Da Da Da«. Bis dahin also gefällige, doch wenig aufregende Pop-Kost. Unerwartet interessant wird's jedoch, wenn die Dänin zusammen mit Ranarim schwedischen (!) Folksongs nachspürt, und zwar erstaunlich schmissig. (peb)
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