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Fagra Veröld
(2002, Sunny Sky 721)
Mal ehrlich Freunde – manchmal geht einem dieser nordische Folkjazz á la Gabarek, Seglem & Co. schon gehörig auf den Senkel. Immer diese Anleihen bei althergebrachten Traditionals und dazu diese Verbeugungen vor den angeblichen Segnungen der Provinz, die sich da in Tönen äußern. Da möchte man statt dessen mal wieder urbanen Jazz hören; weltlich, abstrakt, rüde und nächtlich. Und so greife man beherzt zu den Werken der Pianistin Sunna Gunnlaugs, die einst im isländischen Radio eine Sendung mit dem Titel »Jazz Gallery New York« hatte.
Damit ist über ihre musikalischen Vorbilder wie Maßstäbe bereits einiges gesagt. Dennoch muss man im vorliegenden Fall auf Lokalkolorit und ein gewisses Sentiment nicht verzichten: Die Sängerin Kristjana Stefánsdóttir begleitet die Pianistin auf isländisch, und das gibt dieser sehr konsequent-expressiven Produktion denn doch einen entschiedenen Anstrich des Nordischen. (frk)
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