|
Rites
(1998, ECM/Universal 559.006-2)
Garbarek – inzwischen ein Superstar – kann (fast) alles tun, was er will; seine Anhänger folgen ihm trotzdem. So kann er seine Hörer drei Jahre auf »RITES« warten lassen, sich den Luxus leisten, 100 Minuten Musik auf zwei CDs verteilen (wo andere das eineinhalbfache unterbringen) und Lieder abliefern, die teils Pink Floyd (!) näher sind als dem Jazz und teils zum Gähnen langweilig oder verkitscht sind.
Traurig, aber wahr: Garbareks Riten wirken oftmals unentschlossen und pendeln zwischen Bombast, modernen Grooves einerseits und – ja, auch das – melodischer Brillanz andererseits. Denn neben Ausrutschern findet man eben auch berückende Melodien und archaische Rhythmik, meist von Marilyn Mazur. Weiterer Gast: Bugge Wesseltoft. (peb)
|