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Ultrarapid
(2009, Transubstans Trans041)
Jetzt mal Hosen runter! Wo genau verläuft die Grenze zwischen Rock und Pop? Ääääähm. Äääähm. Es hat unbedingt etwas mit Leichtigkeit, Flüchtigkeit und schwebenden Zuständen zu tun, wenn es sich um Pop handelt. Es hat unbedingt etwas mit Verträumtheit und Verspieltheit zu tun, wenn es Pop ist. Nach dieser Definition haben Villebråd auf ihrer zweiten Veröffentlichung »ULTRARAPID« eindeutig Republikflucht begangen und sind aus dem hermetischen Reich des Progressive Rock über die grüne Grenzen auf die vieldeutigen, vielfarbigen Spielwiesen des experimentellen Spinnerpops gewechselt. Denn merke: Weird Pop kann, was den Aufbruch in unerforschte Regionen des Musikuniversums angeht, durchaus das Schwesterchen des langmähnigen Progrebellen sein kann.
Pop also! 13 tastende, tänzelnde Songs, teils instrumental eingespielt, teils mit schwedischen Texten. Der Hang zum Ausufern aus den progressiven Anfängen der Band ist als Unterströmung vorhanden, ebenso wie die Lust an der Nachdenklichkeit. Nur dass diese Nachdenklichkeit bei Villebråd nicht wie schwerer Lehm an den Stiefeln klebt. Sondern schön synthiedominiert sehnsüchtig klingt und das Herz auf angenehme Weise schwer macht. So wie es wirklich gute Popsongs tun sollen. Prog-Puristen werden sich grausend abwenden. Die blassen Jungs, die auf Parties immer in der Küche stehn, werden Villebråd gerne hören, wenn sie mal wieder alleine nach Hause gehn. (emv)
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