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The Kissaway Trail
(2007, Bella Union/Cooperative Music 5033197454825)
Dieses Kippelnde, diese Orgel, diese Unruhe. The Kissaway Trail machen ein bisschen hibbelig, so wie es hier jodelt, jauchzt und jubiliert. Dazu kommt der Feinschnitt aller angesagten Indiekapellen: Arcade Fire, Mercury Rev, Modest Mouse, I'm From Barcelona, und wenn die Background-Chöre mit einstimmen und die himmelstürmende Vokalarbeit von Sänger Thomas Fagerlund veredeln, dann sogar mit Reminiszenzen an das Großkollektiv von The Polyphonic Spree. Und das, obwohl The Kissaway Trail aus Odense nur zu fünft sind.
Das eher romantisch veranlagte Pendant Søren B. Corneliussen übernimmt in den mollgestimmten Gesangparts die Führung. Dann klingt es ein wenig nach Kashmir oder Mew. Dass es trotzdem eigenständig genug bleibt, ist den cleveren Arrangements, Brüchen und Kompositionen geschuldet. Die Gitarren wirbeln, die Hintergrundstaffage wurde mit 15-Tonnern angekarrt, und trotzdem ertrinkt das Debüt nicht in Bombast und Unnötigem. Fagerlund pfeift ein letztes Mal den Refrain des elegischen »Smoother + Evil = Hurt«, als wandele er sorglos umher, die Hände locker in den Hosentaschen verstaut. Im Wissen, dass dies hier eine fabelhaft abwechslungsreiche Indiepop-Platte geworden ist. (maw)
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