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Akrobakkus
(2006, Tutl SHD 76)
Ein bisschen war es zu befürchten: dass die Mannen um und von Afenginn dann doch der Versuchung erliegen, eine pure Spaß-Humppa-Kraftboller-Band zu werden. Und so finden sich auf ihrer zweiten Scheibe jede Menge brachialer Tanzstücke, bei denen der Tanzboden zwar schwanken und am Ende splittern mag, allerdings diverse Feinheiten in musikalischem Ausdruck und spielerischem Vermögen in die Binsen gehen. Etwa so, als ob Eläkeläiset zu viel Kosakenkaffee getrunken haben.
Wären da nicht hin und wieder erfrischend leise und ruhige Stücke, die zeigen, dass reine Kraftmeierei sich auf Dauer eben selbst erschöpft! Das Lied »Fotonen« etwa, mit einer schön wimmernden Geige und einigen eingesprengselten Lautenklängen zu jazzigen Bassläufen. Oder auch das Stückchen »Valse Melankolika«, zunächst nur getragen von einem sehnsüchtigen Akkordeon, bis es endlich in einen scheppernden Walzer überführt wird. Hoffen wir mal, dass es künftig mehr in diese Richtung geht und alles wieder gut wird. (frk)
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