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First Blood
(2005, Novoton Records/Soulfood novo004)
Innovationspreise in der Rockmusik verdienen sich in Skandinavien nur wenige handverlesene Bands. Motorpsycho vielleicht. Und Soundtrack Of Our Lives. Das Gros der Projekte hängt soweit den internationalen Entwicklungen hinterher, dass die Letzten bei Zeiten wieder die Ersten sind. Besonders, wenn es um verrau(s)chte Garagenmusik geht. Hier punkteten noch die letzten Bands durch Unbekümmertheit und den Charme des Großkotzig-Aufrichtigen.
Noch vor ein paar Jahren hätten sich Black Belt so Chancen auf die Titelblätter der Musikmagazine dieser Welt ausrechnen können. Heute ist ihr Sound kaum mehr eine Randnotiz wert – auch wenn er von Randy-Bassist Johan Gustavsson spröde und nahbar angeraut wurde. Kurz und schmerzlos brettert sich die Mannschaft durch ein Bündel kerniger Gitarrenkirschen und treibt es bisweilen derartig bunt, dass man meinen könnte, Iggy hätte seine Stooges reanimiert. Rifflastiger Kickass-Rock'n'Roll mit einer guten Portion Verve und Verzerrer auf der Stimme. Aber das Debüt der drei Stockholmer schreit vergeblich nach Erfolg. Denn dafür haben wir ja schon Mando Diao. (maw)
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