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Tatort: In der Fächerstadt, unter der Erde The Royal Beat Conspiracy und ihr Support Cha Cha Guerillas rockten im zunächst spärlich besuchten Substage.
Selten jedoch gab's dort eine so erotische Bandvorstellung: Sänger L-P Anderson titulierte den Schlagzeuger Per-Olof Björklund mit »schöne Mann«, auch Gitarrist Tord Komsell war »total schön«, und Basser Ulf Janson entpuppte sich als »geile, sexy Mann - wolle ihn küsse?« Beim Support-Act hielt die erste Reihe jedoch noch sieben Meter Sicherheitsabstand ein - Scham oder Gehörschutz? Denn die Cha Cha Guerillas waren vor allem eins: laut. Zu laut? Bei bizarren punkig-rockigen Klängen mit Nirvana'schen Soundanleihen - zumindest was die Riffs betrifft - gaben die Jungs über zwanzig Minuten alles: »Ha-Ha-Harrr-Harrr-She's My Baby«. Und schon enterten The Royal Beat Conspiracy die Bühne. Frontmann L-P Anderson rief zur Begrüßung nur »Wie sind zum ersten Mal in Karlsruhe - aber sicher nicht zum letzten Mal«, und dann ging's ab. Die Göteborger rockten wie Sau. Noch wahrten die Karlsruher Abstand, doch L-P wusste sich zu helfen: »Nun möchten wir ein schmutziges altes Lied spielen: Dirty Old Song«. Sprach's, sprang von der Bühne und mischte sich unters Volk. Erstaunlicherweise zerrte er überwiegend blonde Frauen in die vorderen Reihen ...
Die Nordmänner präsentierten während des ganzen Konzertes eine gelungene Mischung aus Songs vom Erstling »GALA GALORE« und der aktuellen Scheibe »DIG IT«. Von Balladen über Rocksongs bis hinzu souligen Stücken - nicht nur bei »Tonight«, »Spend It All On You« und »Try Me« war »Satisfaction's Guaranteed«. Leider war der Gig viel zu schnell vorbei, oder wie es Sänger L-P Anderson mit dem letzten Lied ausdrückte: »It's Not Enough«.
© Text und Fotos: Nathalie Martin |
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