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Norrbotten Rhapsody
( 2005, Prophone Records
SCD 1130
) Ein klingendes Porträt der schwedischen Nordprovinz Norrbotten – so kann man diese CD verstehen. Nicht nur, dass das Orchester und viele der Komponisten hier Wurzeln oder Verbindungen haben, auch der Klangeindruck der Musik hat etwas Spezielles. Spröde und ein bisschen verloren klingt etwa Bo Nilssons scheinbar so romantische Suite »Wiesenblümchen«, von schnulzigem Schwelgeklang ist da nichts zu hören – dafür aber in seinem scheinbar so kühlen »Arctic Air«.
Pulsierend, mit vorsichtig tänzerischem Anklang erinnern die Ecksätze von Fredrik Högbergs »Music for Strings« von fern an Bartók, der wundervolle Mittelsatz eher an die elfenhafte Streichermusik von Sigur Rós' Amina-Quartett. Es ist der eigenwillige Klang des Norrbotten Chamber Orchestra, etwas schnarrend, stetig und fast statisch wie von einem Harmonium, der auch die wundervoll verschummerte Bearbeitung Jan Sandströms von »Es ist ein Ros entsprungen« zu einem magischen Einstieg in die CD macht.
Das ist wunderschön, aber simpel – ganz anders als Anders Hultquists »The Queen Went Into The Parlour", was am ehesten Neue Musik ist: ungemütlich, drängend, wuchernd, komplex aus Klangfarbschichten zusammengebaut und formal perfekt konstruiert. Und gefolgt von Jan Ferms Volksklang-Suite, die der spannenden und abwechslungsreichen Sammlung den Titel gab. Norrbotten als eine Region der Kontraste – dieser CD nach zumindest musikalisch. (sep)
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Mit folgenden nordischen Komponisten und Werken:
Jan Sandström: Es ist ein Ros entsprungen
Fredrik Högberg: Music for Strings
Anders Hultquist: The queen went into the parlour eating bread and honey
Jan Ferm: Norrbotten Rhapsody
Bo Nilsson: Wiesenblümchen / Arctic Air
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