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Alle Rezensionen zu The Gothenburg Combo
(Genre »Klassik«, Land »Schweden«)

 

The Gothenburg Combo: Soundscapes
( 2007, Northwest NWC 611094 )

Als der amerikanische Minimal-Music-Komponist Steve Reich 2007 den schwedischen »Polar Music Prize« gewann, spielte das Gitarren-Duo Gothenburg Combo bei der Verleihung. Zwei Reich-Stücke bilden auch bei diesem Album, das »Ambient-Music« im eigentlichen Sinn sein will, das Rückgrat, ummantelt von zeitgenössischen schwedischen Kompositionen. Die sind alle wohlfühlig, asiatisch angehaucht, impressionistisch versträumt, wenn auch an Reichs wiegenden Figuren und flimmernden Effekten geschult.

Doch die berühmte »Phase« ist nunmal an kalkulierter Kälte kaum zu überbieten: das gleiche Motiv auf zwei Gitarren gespielt, von dem sich das eine, weil minimal schneller, nach und nach gegen das andere verschiebt. Das erzeugt Hör-Halluzinationen zwischen den Tönen – wie das Summen in Telegraphenleitungen, die auf dem Cover zu sehen sind. Das Duo ist perfekt, schon seit Jahren – technisch wie in der Auswahl seiner stets exquisiten Programme. Hier kommt noch die glasklare, lebensnahe SACD-Aufnahme hinzu. Für Reichs Minimalismen allein lohnt die CD schon. (sep)

The Gothenburg Combo: The Gothenburg Combo: Soundscapes

 

Hausmusik
( 2005, Eigenverlag COMBOCD 001 )

Zwei Schweden in Bayern: Wohin das führen kann, zeigt die erste CD des jungen schwedischen Gitarrenduos The Gothenburg Combo. Der Gitarrenbauer Hermann Hauser III lud Thomas Hansy und David Hansson zu sich nach Reisbach ein und stellte ihnen für die Aufnahme der CD zwei historische Instrumente zur Verfügung. Auf diesen bringt das Duo »HAUSMUSIK« aus dem Wien des 19. Jahrhunderts so frisch und unverbraucht zu Gehör, wie man es selten hört. Spielenergie, ein bisschen Improvisation, gute Ohren für Klang und Zusammenspiel, und das alles auf einer Aufnahme, die den weichen, durchaus eigenwilligen Klang der beiden Instrumente nicht glattzubügeln versucht, ebenso wenig wie Nebengeräusche und kleine Unsauberkeiten, die zum Charakter der Gitarren dazugehören.

Ein bisschen schmelzend melancholisch klingen Mertz' »Trauerlieder«, brillant strahlend und ein ironisch die skurrile Bearbeitung der Ouvertüre zum »Barbier von Sevilla« von Rossini. Das alles ist bewusst nicht bis ins musikalische Detail historisch korrekt nachgebaut, aber dafür aus der heutigen Zeit neu erforscht und gerade deshalb so lebendig. Trotz der nicht gerade breitentauglichen Besetzung ist dies eine CD, die man sich anhören sollte – und sei es, um sich wie in den guten alten Biedermeier-Zeiten eine kleine, feine Combo zur »Hausmusik« ins heimische Wohnzimmer zu holen. (sep)

Mit folgenden nordischen Komponisten und Werken:
Werke von Johann Kaspar Mertz, Giacomo Rossini/Mauro Giuliani

The Gothenburg Combo: Hausmusik

Offizielle Website      www.gbgcombo.com



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