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Ein Interview von Frank Keil 1983 probten im finnischen Städtchen Rääkkyla ein Dutzend Mädchen samt einer Handvoll Instrumentalisten traditionelle karelische Folklore. Bunte Mixtur
Mal angenommen, jemand kennt eure Musik nicht. Wie würdet ihr sie beschreiben? Kari Reiman: Sehr einprägsam ist euer Gesang und wie sich diesem die Instrumente unterordnen ... Kirsi Kähkönen: Kari Reiman: Die Sprache war ja damals viel mehr darauf ausgerichtet, dass man in ihr singt. Die Sprache an sich hatte einen bestimmten Rhythmus, den wir nun nutzen.
»Singt lauter!«
Wenn ihr Material für neue Songs sucht, treibt ihr euch auf Dorffesten herum, streift ihr durch die Wälder? Oder sind das Klischees? Kirsi Kähkönen: Die traditionellen Hochzeitslieder, die Lieder, die man während der Arbeit sang, das hat ja keine Funktion mehr in der modernen finnischen Gesellschaft, also werden sie nicht mehr gesungen.
Kari Reiman: Wir Musiker hören uns die alten Aufnahmen an und versuchen daran anzuknüpfen. Versuchen, die Stimmung aufzunehmen. Wenn wir die Grundmelodie haben und den Text, dann arbeiten wir sehr hart an den Details. Die Girls singen uns etwas vor und jeder improvisiert dazu. Wichtig ist: Jeder aus der Band hat einen anderen Hintergrund. Der Gitarrist hat vorher afrikanische Musik gespielt. Unser Bassist kommt aus dem Funk. Der Drummer vom Jazz. Ich selbst spielte irische und finnische Musik. Und wenn diese unterschiedlichen Einflüsse zusammenkommen, dann entsteht etwas Neues, Eigenes. Wir planen nichts Eure letzte CDs sind zuweilen recht poppig. Ist das ein Zugeständnis an das internationale Publikum? Kirsi Kähkönen:
An unseren letzten Alben wie etwa Album »VIHMA« hat unser Produzent einen wesentlichen Anteil. Er experimentiert noch im Studio sehr viel mit uns, und stets kommen ein paar neue Elemente dazu - bestimmte Soundeffekte -, und manchmal gibt es auch einen Remix. Jede unserer Platten hat so ihre eigene Geschichte. Und jedes Mal hat sich etwas verändert. In fünf Jahren werden wir wieder anders klingen. Aber wir planen nichts. Es entwickelt sich.
© Frank Keil |
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