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![]() Ein Interview von Nathalie Martin Ruoska stammen aus Karelien (Mikkeli und Juva), Interview-Partner Patrik Mennander macht Musik seit er 13 ist, als Bassist und Sänger.
Rammstein und Krupps
Seit wann gibt es Ruoska und wer kreiert die Songs? Die Band haben wir 1999 gegründet. »Ruoska« bedeutet »Peitsche« ich denke, das charakterisiert unsere Musik ganz gut. 2002 erschien unser erstes Album »KUORI« (Schale, Hülle). 2003 folgte »RIISU« (»Ausziehen!«). Drummer Sami Karppinen ist zugleich der Songwriter, die Texte schreibt unser Gitarrist Kai Ahvenranta. Was unterscheidet euer Debütalbum vom Aktuellen? Unser erstes Album war mehr Rock'n'Roll, Garagen-Rock. Das neue ist disziplinierter. Wir arbeiteten verstärkt mit dem Synthesizer und es klingt mehr wie Rammstein (grinst). Wir mögen Rammstein. Rammstein haben ja großen Erfolg, im Ausland mehr als in Deutschland selbst.
Wir hoffen, dass das auch mit Ruoska passieren wird (lacht). Zur Zeit will aber jeder Musik mit englischen Texten machen, die wie Rammstein klingt. Mich erinnert »RIISU« eher an die Krupps, zumindest einige Stücke. Krupps? Die Band kenne ich gar nicht (lacht), schick mir mal was! Die Texte auf dem neuen Album sollen etwas mystischer sein als auf »Kuori«? Mystischer nicht unbedingt. Es gibt viele Bands, die mit ihren Texten zu direkt sind, andere wiederum zu »künstlich künstlerisch«. Wir liegen irgendwo dazwischen. (Pause)
Unser Gitarrist hat übrigens Rammstein-Songs ins Finnische übersetzt. Da steckt eine gewisse Ähnlichkeit mit unseren drin, eine Art Brutalität in den Texten. Welche musikalische Einflüsse habt ihr noch außer Rammstein? Unser Gitarrist hört seit 20 Jahren Metal, von Black Sabbath bis Metallica. Ich hab früher viel Speed- und Death-Metal gehört (lacht), aber das langweilte mich irgendwann. Ich tendierte dann mehr zu melodischem Gothic, wie Type O Negative. Zur Zeit bevorzuge ich allerdings wieder härtere Sachen: Slayer, Sepultura. Darmstadt Road To Heaven
Ihr habt auf »RIISU« ein Song namens »Darmstadt«, wieso? (Lacht) ... das ist eine lustige Geschichte. Unser Gitarrist, Kai Ahvenranta, arbeitet in der Holzindustrie, als Drechsler an der Drehscheibe wie ich schon sagte, wir haben alle Jobs. Jedenfalls hatte er einen Traum: Er sah ein Straßenschild »Darmstadt Road To Heaven«, und hatte keine Ahnung, warum. Also schrieben wir den Song, gingen ins Studio und machten die Aufnahmen. (grinst) Eines Tages merkte er, dass »Darmstadt« auf der Drehscheibe stand die ist wohl »Made in Germany«. Da habt ihr euch ja die beste Stadt ausgesucht kennst du die Übersetzung des Namens? Nein? Auf finnisch wäre das "suoli-kaupunki".
(Ungläubiger Blick) Ehrlich? (Lachen, Kopfschütteln). Das muss ich sofort unserem Gitarristen erzählen ich denke das wird für großes Gelächter sorgen! Eure Cover-Gestaltung ist außergewöhnlich. Wie entstand die Idee, euch »versteinert« fotografieren zu lassen? Hm ... es gibt keinen direkten Bezug zu einem bestimmten Song. Eigentlich war es nicht geplant. Die Idee stammt von meinem Bruder, Henrik Mennander und mir. Wir haben einfach unsere Fantasie benutzt. Vielleicht hat uns die Geschichte oder die Kalevala inspiriert. Eigentlich wollten wir einfach nur Fotos in der wunderschönen finnischen Natur machen. Wie ist die Resonanz auf »RIISU« in Finnland? Wir sind bei einem kleinen Label (Kråklund), das nicht viel Geld für Videos, Promos und Werbung hat, deswegen steht der Erfolg wohl noch aus. Aber in den finnischen Musikzeitungen (Soundi, Sue) gab's richtige gute Kritiken. ... welche die Jungs auch verdient haben.
© 2004 Nathalie Martin, exklusiv für Nordische Musik
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