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![]() Ein Interview von Nathalie Martin Die Tolkien-inspirierte Band Battlelore aus Lappeenranta entführt
Vom Mittelalter-Rollenspiel zum Fantasy-Metal
Wieso eine Band im »Herr der Ringe«-Stil? Jyri: Mit 13 Jahren kam ich zum ersten Mal mit Tolkien in Kontakt und wurde sein Fan. Er hat mich inspiriert. All unsere Songs basieren auf unsere Sichtweise der Welt und Schriften Tolkiens. Musik mache ich schon lange, ich spielte erst Bass, dann E-Gitarre. Mit 17 war ich Gitarrist in einer Black Metal Band. Wie entstand daraus Battlelore? Jyri: Ich wollte eine Band gründen, die die Musik macht, die ich mag und schon immer machen wollte. Zuerst gab's nur den Basser (Miika) und den Gitarristen (mich). Aber den passenden Sänger zu finden war nicht schwer ... Wo kommt Euer Bandname her?
Jyri: Wen du die Geschichte von Mittelerde anschaust, ist sie sehr gewalttätige und voll von Schlachten (battles), Kämpfe und Tragödien. Das mit »Folklore« kombiniert gibt einen sehr bezeichnenden Namen für uns: »Battlelore«. Ihr habt ein »ausländisches« Label: Napalm Records aus Österreich. Wieso? Jyri: Wir haben im Gründungsjahr, 1999, unser erstes Promotape »Warrior's Tale« für ein finnisches Label, das Bands suchte aufgenommen. Es war ein schlechtes Demo ... Und ...
Jyri:... was ich noch sagen möchte: Wir haben nichts mit den »Lord Of The Rings«-Filmen zu tun! Fans in Deutschland Woher kommen Eure Fans? Jyri: Die meisten Fans haben wir in Deutschland. In Finnland sind wir fast unbekannt. Wir denken, das liegt am österreichischen Label: Deswegen sind wir in Mitteleuropa bekannter. Wo habt Ihr schon getourt, bzw werdet Ihr touren?
Jyri: Vergangenes Jahr tourten wir im Rahmen der »The Magic of Angels Festival Tour 2003« durch Deutschland (Berlin, Heidelberg, Glauchau, Frankfurt, um mal ein paar Stationen zu nennen), Spanien, Belgien, Niederlande, Österreich und Schweiz. Für 2004 ist eine (Deutschland)Tour geplant, bisher steht aber nur ein Konzert fest, auf dem Piorno-Rock Festival in Spanien. Wie war die Tour für euch? Jyri: Bei unserer ersten Europatour erwarteten wir nichts, keinen roten Teppich, nichts. Da war eine norwegische Band dabei: Die Jungs haben sich wegen jeder Kleinigkeit, die nicht optimal lief, aufgeregt. Wir waren da entspannter. Nach der Tour merkte ich, dass in Finnland alles viel organisierter ist ... auf unserer Tour war alles chaotisch (lacht). Aber "That's the way it is." Die Tour war eine großartige Erfahrung für uns. Wie war die Stimmung unter den Bands? Jyri: In Wien haben wir den »Kopf« der Plattenfirma getroffen, und er war ganz begeistert von uns; wir waren die erfolgreichste Band der Tour. Und das ganz ohne es irgendjemandem recht machen zu wollen: Wir sind Finnen, wir verbeugen uns vor niemandem, wir spielen einfach. Dann willkommen 2004! Kiitos Patrik ja Jyri.
© 2004 Nathalie Martin, exklusiv für Nordische Musik
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