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Alle Rezensionen zu Poets Of The Fall
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Signs Of Life
(2005, Insomniac/Playground POTF-03)

Drei Welten prallen aufeinander, als sich Rocksänger Mark, Jazzgitarrist Ollie und Industrial-Trance Keyboarder Captain treffen, zerspringen in tausend Stücke – und aus den Scherben entsteht das Universum der Poets Of The Fall: Um eine klare, facettenreiche Stimme kreisen ruhige, stimmungsvolle Gitarrenparts und harmonische Keyboardmelodien. Die einzig rockigen Meteoriten »Lift« oder »Don't Mess With Me« integrieren sich mühelos ins Gesamtbild des sehr balladesken Gitarren(Pop)orientierten »SIGNS OF LIFE«.

Dank der Ballade »Late Goodbye«, Titellied des Computerspiels »Max Payne 2«, kennen bereits Millionen Ohren weltweit die finnischen Poeten – überirdisch schießen diese in der ersten Verkaufswoche direkt auf Platz Eins der heimischen Albumcharts. Nicht unverdient: Das Debüt enthält noch mehr hell leuchtende Sterne, sprich Hitzündstoff, etwa das durch Streicher begleitete »Illusion & Dream«, in welchem die ganze Bandbreite der Instrumente sowie Marks Stimme zum Tragen kommt – und poetisch flüstert er zum Outro: »With Silence Comes Peace, With Peace Comes Freedom, With Freedom Comes Silence«. Augen schließen und genießen. (nat)



Siehe auch:
Von Hertzen Brothers


Zum Artikel über Poets Of The Fall

 Poets Of The Fall: Signs Of Life

Offizielle Website

Offizielle Website      www.poetsofthefall.com

   

Twilight Theater
(2010, Insomniac/Playground Music Finland POTF-14)

Ein halbes Jahr länger müssen Fans außerhalb Finnlands auf das vierte Album der Poeten warten – und wer sich das Cover von »TWILIGHT THEATER« genau anschaut, findet das heimische Veröffentlichungsdatum: Der 17. März.
Doch das Warten hat sich gelohnt: Der sphärische Opener »Dreaming Wide Awake« frisst sich eingängig, mit sattem Beat sofort ins Ohr. Das nachfolgende, fast melancholische »War« (alias der Soundtrack zu »Alan Wake«) ist für Computerzocker bereits ein alter Hut, aber ein verdammt starkes Stück.

In zehn Liedern wechseln sich bombastische Passagen mit vielen nachdenklich-introvertierten à la »SIGNS OF LIFE« ab. Der bittersüße Dreiviertelstünder, eingespielt in der gleichen Besetzung wie auf »REVOLUTION ROULETTE«, lebt erneut vom ausgefeilten Songwriting, den guten Musikern und Markos tragendem, ausgezeichnetem Gesang. Mehr davon! (nat)

   

Revolution Roulette
(2008, Eigenverlag POTF09)

Live treten Poets Of The Fall längst als Sextett in Erscheinung, nun tauchen die Namen des zweiten Gitarristen Jaska »Daddy« Mäkinen, Bassisten Jani Snellman und Schlagzeugers Jari Salminen erstmals im Booklet auf. Der ebenfalls selbstproduzierte Drittling kracht eine ganze Ecke aggressiver, lauter als der Vorgänger »CARNIVAL OF RUST« aus den Boxen; der vierte Song »Psychosis« legt gar mit einem Intro à la Manson los.

Erst im nachfolgenden »Fragile« gönnen sich die Poeten den ersten melancholischen Moment. »REVOLUTION ROULETTE« bringt die emotionale Passagen, den charakteristischen Gesang und die durchdachten Texte der Vorgänger mit, setzt die elf Songs aber deutlich angriffslustiger in Szene. Ein Album für POTF-Fans – und solche die es noch werden wollen. (nat)

   

Carnival Of Rust
(2006, Insomniac POTF-05)

Der rockt los, der langersehnte Nachfolger des Poeten-Debüts. Zunächst halten sie sich nur beim Titelsong zurück, dessen zauberhaftes Video sie gleich mit auf den Silberling packen. Nach der Halbzeit drosseln die Finnen das Tempo: Marks Stimme erhebt sich über Ollies Akustikklampfe, Percussionelemente veredeln die (Beinah)Balladen.

Abrupt röhrt eine E-Gitarre los, und der waschechte Rocker »Delicious« mogelt sich in die ruhige Hälfte von »CARNIVAL OF RUST«. Der komplette POTF-Mikrokosmos von hart bis zart steckt in dem Glanzstück »Maybe Tomorrow Is A Better Day« – das die Band ihren Fans schon vorige Weihnachten als Download schenkte. Hören! (nat)



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