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Visible Forms
(2006, Sinnbus SR018)
Kontemplativ veranlagte Menschen geraten ins Schwärmen, romantische bekommen feuchte Augen. Wenn Audrey musizieren, dann ist es, als wenn ein Kind im Kreis springt. Selbstvergessen in der Wiederholung und so intim nur auf sich selbst fokussiert, dass es ein besonderes Glück ist, wenn man daran teilhaben darf. Und man darf: Auf neun lichten Songs der vier Damen aus Göteborg, die auf ihrem Debütalbum ihre behutsame Formensprache weiter ausdifferenziert haben.
Mit der Hingabe und Sorgfalt, die uns schon auf ihrer EP ans Herz gewachsen war. Mit den langmütigen Songskizzen, die schier endlos wuchern. Mit den zurückhaltenden Melodien, die sehr getragen und elegant daher kommen. Ein paar Gitarrenpickings suchen noch nach tieferem Sinn, während wir uns mit purem Wohlfühlen schon begnügen würden. Die introvertierte Ästhetik wird noch leise verstärkt durch Streicherflächen und präzise Trompetenklänge, die wie das komplette Album wunderschön sublimiert klingen. Herzlichkeit ist keine Schande. Im Gegenteil. (maw)
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