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Tearcandy
(2004, If Society IF-15)
Elegisch schwelgender Pop ohne Berührungsängste vor großen Gefühlen. Viola ist ein Quartett, das auf seinem Debütalbum »TEARCANDY« Süße und Melancholie auf ganz eigene Weise verbindet. Nach einigem Schlucken über dick aufgetragene Streicher- und Cello-Einsätze geht das Herz ganz weit auf: weil die junge Band die Suche nach dem Ideal aller Romantiker, der blauen Blume (oder hier: dem perfekten sehnsuchtsvollen Song) ganz ohne Berechnung angeht. »Die meinen das ernst«, denkt man ungläubig. Und fängt an, sich dem Herzschmerz hinzugeben. Spätestens beim leidenschaftlich-epischen »Nuclear Beach« ist keine Gegenwehr mehr möglich.
Dass die frühen Cure und die Smashing Pumpkins in ihrer »MELLON COLLIE ...«-Phase bei »TEARCANDY« Pate gestanden haben, sieht man Viola nach. Sänger und Hauptkomponist Riku hält die Balance zwischen Kunst und Kitsch, Keyboarderin Anu prägt den Sound durch einfühlsames Spiel. »Only Pop Music Can Break Your Heart« schreibt die Band als Motto auf die CD. Da ist was dran. (emv)
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