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Aquas
(1992, Kansanmusiiki-instituuti KICD27)
Wenn Volksmusiker ersten Ranges zusammen auf die Suche gehen nach überlieferten Melodien aus längst vergangenen Tagen, dann steht als Ergebnis im Idealfall die zweite Platte von Pirnales: Sinikka Järvinen (Kantele, Piano, Gesang), Markku Lepistö (Akkordeon, Bass, Mandoline, etc.), Marianne Maans (Geige, Jouhikko, Gitarre, Gesang) und Pekka Pentikäinen (Akkordeon, Perkussion, Flöte, etc.) waren 1992 noch ein Quartett auf Forschungsreise ohne Kompromisse an zeitgenössische Hörgewohnheiten.
Hier paart sich Gefühl mit Intellekt, Tradition mit Moderne, Einfachheit mit Virtuosität, überlieferte und naturbelassene Melodie mit fast experimenteller Improvisation. Und so behutsam Pirnales mit den ersten Stücken umgehen, so mutig werden sie gegen Ende der CD: Das Titelstück von Altmeister Martti Pokela und »Lepo« sind Muster für kreativen, freigeistigen Umgang mit herkömmlichen Strukturen und neugieriger Weiterentwicklung. Ein Meilenstein, ein Wegweiser, ein Meisterwerk! (tjk)
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