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Alle Rezensionen zu Giant Räbät (Giant Robot)
(Genre »Beats«, Land »Finnland«)

 

Domesticity
(2004, 9PM/Indigo 030)

Bitte etwas Geduld haben. Denn es kann sein, dass man sein Urteil über Giant Robot schneller fällt als nötig. Denkt man doch, dass alles klar geht, sobald man dem Opener »Get Up« gelauscht hat, der treibenden, in die Beine gehenden Elektrofunk bietet. Und auch der nächste Song – »Public Shopping« – bleibt treu auf dieser Spur. Doch dann wird es eckiger, ziselierter; es weicht ab von der Vorgabe, allein ausgelassen-tanzbare Mucke vorzulegen. Und es kann sein, dass man von nun an unkonzentriert zuhört und die CD irgendwo ablegt.

Das wäre ganz ganz falsch. Denn Giant Robot wechselt behände zwischen krachigem HipHop und komplizierten Dubs, mixt Disco-Rhythmen mit R'n'B-Zitaten – ohne je ins Beliebige abzugleiten. Erst langsam erschließt sich einem daher das kreative Potential dieser überaus komplexen Produktion. Anders gesagt: Ein Urteil sollte man erst fällen, sobald man »DOMESTICITY« zehnmal gehört. Jeweils in voller Länge versteht sich. (frk)



Siehe auch:
Nuspirit Helsinki
Fat Beat Soundsystem

 Giant Räbät (Giant Robot): Domesticity

Offizielle Website

Offizielle Website      www.giantrobot.fi

   

1. Erä
(1989, Stupido Twin Records TWINCD94)

Wir sind ziemlich gut. Wir sind ziemlich cool. Das werden sich die Jungs von Giant Räbät gedacht haben, als sie ihr Debüt »1. ERÄ« aufnahmen. Und sie liegt nicht einmal völlig falsch, diese lose Musikertruppe, die aus dem Vorgängerkollektiv Giant Robot hervorgangen ist. Hiphop auf finnisch, mit ausgiebigen Ausflügen in die benachbarten Königreiche R'n'B, Jazz, Weltmusik, Rock, Easy Listening. Über allem strahlen sowieso die Sterne von vielerlei elektronischem Flitterkram – was die Rechner so hergeben. Zu dumm bloß, dass man die Texte nicht versteht. Deshalb nur der halbe Spaß.

Das Ergebnis fällt sehr professionell, sehr tanzbar, sehr routiniert aus. Vielleicht einen Tick zu routiniert. Man kann sich in diese Platte fallenlassen wie abends in das heimische Sofa und sich sofort gut aufgehoben fühlen. Genau hier liegt das Problem: Wer Überraschungen sucht, muss anderswo fündig werden. Zudem ist das Album mit 14 ausufernden Tracks einen ganzen Tick zu lang ausgefallen. (emv)



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