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High In The Lowlands
(2011, Devil Duck Records DDuck038)
Eine schwarze Wolke hängt über »HIGH IN THE LOWLANDS«, dem zweiten Soloalbum von Mattias Hellberg. Doch wenn man genauer hinschaut, verwandelt sich das Schwarz in ein tiefes, sanft- zärtliches Dunkelgrau. Die Liebe und die eigenen Unzulänglichkeiten haben den schwedischen Singer-Songwriter zwar zerzaust, aber nie gebrochen. Ohne Wehleidigkeit ergründet Hellberg feinste Seelenzustände. Ruhig, fokussiert, unprätentiös. Stimme, Gitarre, Mundharmonika, fein arrangiert. In seinem desillusionierten Nach-Mitternacht-Countrypop liegt der Mond in der Gosse und heulen die Koyoten über verlassenen Highways im hintersten Nebraska. Der Walzer ist betrunken, das Harmonium jammert verstimmt. Wir wanken, wir schwanken. Aber wir machen weiter.
Der junge Springsteen, der klassische Dylan und sensible Nick Cave sitzen mit Hellberg am Tisch und leeren die letzte Whiskeyflasche. Einträchtig, fast glücklich. Und je länger man zuhört, um so mehr verliert man sich in dieser warm pulsierenden Schattenwelt. Hellberg malt auf fast altmodische Weise desolate Edward-Hopper-Welten in Tönen, von einsamen nächtlichen Menschen auf der Suche nach dem fernen, flüchtigen Gut, das sich Glück nennt. Und wie Hopper entdeckt er die zarte Poesie im Heruntergekommenen, Beschädigten. Die Dinge sind niemals nur schwarz oder weiß: An einer Schwermuts-Ballade wie »BORN INTO BEING ALONE«kann man sich wärmen wie an einem tröstlichen Lagerfeuer. (emv)
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