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Ars Moriende
(1994, Day Eight Music DEM 034)
Musik über den Tod, das Sterben, das Töten, seine Rituale, seine Mechanismen, seine Faszination: Dieses große, dunkle Thema hat Hellborg zusammen zusammen mit dem hochpräzisen und hochmusikalischen Drummer und Perkussionisten Glen Velez angegangen. Und man höre und staune: Die musikalische Antwort auf die Brutalität und Leere von Sterben und Tod ist ganz leicht, sie schwebt auf (dunklen) Flügeln.
Drei schwerelose, dämmrige, verregnete Tracks, die das Zeitgefühl auflösen, haben die beiden improvisiert. Die Musik atmet; ganz organisch folgen Klangnebel auf harte Beats und Ausbrüche. Immer wieder klingt wie aus Wolken herab sphärischer Obertongesang, der kurze Dialoge mit Hellborgs erdigem Bass eingeht. Trancemusik ist das, getragen von einer ebenso diffusen wie universalen Ethno-Farbe, die sich in Harmonien und im Perkussions-Instrumentarium von Velez manifestiert. Der Tod ist ein Weltthema. Die Musik dazu ist Weltmusik – im guten Sinne und abseits vom sonst so üblichen Ethno-Kitsch. (sep)
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