|
Kings Of Time
(2004, Verdura Records Verdu-11)
Episch, stellenweise pompös, aber niemals seicht. Anklänge an Pink Floyd, als sie Anfang der Siebziger mit Konzeptalben den klassischen Symphonikern Konkurrenz machen wollten. Aber wir schreiben das Jahr 2005, und Magyar Posse, eine fünfköpfige Band aus Pori, macht mit ihrem zweiten Album »KINGS OF TIME« unverhohlen Filmmusik: rein instrumental; Stimmen sind nur als Teil des Klangteppichs angelegt.
Die sieben Stücke des Albums bleiben namenlos. Bilden aber die Herz zerreißende Begleitmusik zu einem Road Movie, in dem die hoffnungslos verlorenen Helden im Auto ohne Ziel durch menschenleere Landschaften fahren könnten. Darüber wölbt sich ein bedrohlich dunkelgrauer Himmel. Sich ins Endlose verlierende Kompositionen mit Sogwirkung und sparsam eingebauten Klavierakzenten, sich immer weiter ins Dramatische hochschraubend. Plötzlich der Eindruck, dass hier ein ganzes Orchester aufspielt. Hörgewohnheiten werden gegen den Strich gebürstet. Ungewöhnlich. Großartig. (emv)
|