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Romances
(2004, Ipecac/Southern Records IPC 58)
Kaada Patton ist ein Projekt, bestehend aus dem amerikanischen Sänger Mike Patton (bekannt durch Faith No More und Projekte mit Björk) und dem Norweger John Erik Kaada. Das hätte eine interessante Mixtur aus nordeuropäischer Tradition und weltläufiger Moderne werden können, nur findet man bei der Musik keinen rechten Einstieg; man mag nicht erkennen, wohin die Reise gehen soll. Mal schieben sich opernhafte Gesangspartien in den Vordergrund, begleitet von einem schrammeligen Cello.
Dann wieder scheint ihr Anliegen auf eine manirierte Brecht/Weil-Adaption hinauszulaufen, die aber nicht recht in Schwung kommen will und nur (gewollt?) komisch wirkt. Und es helfen auch nicht gelegentliche Ausflüge ins grotesk-kammermusikhafte, um Sympathien zu erwecken. Auch mit viel gutem Willen will es so nicht gelingen, zu verstehen, was die beiden bewegt, antreibt oder was sie beabsichtigen. Das ergibt insgesamt eine Produktion mit der Lizenz zum Scheitern, wobei am Ende besonders die seltsam gekünstelte Art nervt, die einem nahe zulegen scheint, dass vielleicht alles nur ironisch gemeint sei. (frk)
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