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Pretty In Black
(2005, Columbia/Sony Music SAMPCD 14828.2)
Alben in nur einer Tonart einzuspielen, erwies sich schnell als erdrückendes Korsett. Nur B-Moll macht auf Dauer eben nicht glücklich. Mit dem neuen Album kriegt das Duo wieder mehr Luft. Auch wenn diese wie jeher etwas abgestanden riecht. Allerdings ist das bei einem Album, was lässig mit den Zeichen der Zeit spielt, die hier vierzig bis fünfzig Jahre zurückliegt, wahrlich nicht verwunderlich.
Schrammel-Pop und spröder Ami-Surfsound mit »Boy Meets Girl«-Gestus. Schön altbacken, dennoch angenehm produziert, schleifen uns Sune und Sharin durch ihre Nostalgiewelt, die deutlich differenzierter, gedämpfter und poppiger ausfällt als ihr Vorgänger: schmachtende Schunkler, Everly Brothers-Semicover und Uptempo-Rabauken. Immer kühl und kühn – und ohne wirkliche Ödnis zuzulassen. (maw)
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