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Blame The World
(2004, Delphic Recordings Delphic 001)
Der Blick geht nach Innen. Mit deprimierendem Ergebnis. Gepflegtes Leiden am Leben und an der Liebe hat in der Popmusik nicht erst seit den Smiths unter empfindsamen jungen Männern Konjunktur. Manboy, ein Trio aus Turku, bekämpft die Frustration über sich selbst und die Unmöglichkeit der Nähe zu anderen auf seinem zweiten Album »BLAME THE WORLD« auf unterschiedliche Weise: mal lauter und voller verzweifelter Energie, und dann dürfen die Gitarren auch mal krachen. Öfters aber leise und sehr in Moll.
Dabei ist der Bezug zum melancholischen Britpop nicht zu überhören. Die Band rund um Sänger Karo Broman lässt die Vorbilder aber lässig hinter sich und geht ihren eigenen Weg. Mit fein arrangierten Gitarrenharmonien, sparsam dosierten Keyboard-Akzenten und ohne Angst vor großen Gefühlen. »It's your sacrifice watching me fall apart. Desperately reaching out for me.« Da schauen wir doch mit einem wohligen Schauer gerne dabei zu. (emv)
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