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Live In Hamburg
(1992, Odin Records/Musikkoperatørene NJ-40442)
Zwei Akkorde vom Piano, zwei kleine Akkorde nur, und dann endlich, endlich diese Stimme: Radka Toneff taucht ganz tief ein in »Spring Can Really Hang You Up The Most« und setzt den Standard für eine ergreifende, wunderbare, traumhafte Aufnahme, natürlich ihre beste. 1981 aufgenommen, doch erst 10 Jahre nach ihrem mysteriösen Tod wurde diese Live-CD veröffentlicht und präsentiert nicht nur die Sängerin in Höchstform: Mit Alex Riel (dr) und ihren beiden Langzeit-Begleitern Steve Dobrogosz am Piano und dem hier grandiosen Arild Andersen am Bass hat sie ein kongeniales Trio um sich.
Nur mit Arild Andersens Bass krönt sie Ornette Colemans »Lonely Woman«, gleich danach des Bassisten schnelle Bossa »A Certain Piece«, worin Alex Riel und Andersen fulminante Soli haben. Auch »Antonio's Song«: toll. Bob Dylans »Just Like A Woman« tönt so wunderschön, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. »Rest Enough« beweist ihr Blues-Talent, und ihrer bulgarischen Abstammung wird sie mit einem Volkslied gerecht – das fällt völlig aus dem Rahmen, erfordert ganz andere stimmliche Qualitäten! Radka Toneff meistert auch das, führt über in »Havana Candy«, einer schnellen Paradenummer für Dobrogosz und Andersen – ein weiterer Höhepunkt einer CD, die zu Recht den norwegischen Spellemanspris und einen Grammy erhielt. (tjk)
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