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Early Piano Music
(2011, Hubro HUBROCD2506)
Ketil Børnstad arbeitet ja mit vielen Projekten an der Grenze zum allzu Einfachen. Meist - und das macht ihn zu einem so gefragten wie auch guten Musiker - gelingt es ihm, diese Grenze gerade eben nicht zu überschreiten. Also Musik zu machen, die man sofort versteht - und die einen trotzdem berührt.
Diese Doppel-CD versammelt komponierte Klavier-Solo-Improvisationen aus der Mitter der 80er. Und hier befindet sich Børnstad - man muss das so hart sagen - kilometerweit hinter der Grenze. Auf CD1 hören wir 21 Preludes, auf CD2 acht Werke namens "Pianology". Sie klingen wie Hintergrund-Barmusik. Unaufdringlich, ein bisschen schnulzig, ein bisschen melancholisch. Für Klassik zu flach, für Jazz zu lahm, für Minimalismus à la Philip Glass zu wenig radikal. Keine Leerstellen, keine einzige Kante. Musik für die besinnlichen Stellen in Unternehmens-Imagefilmen. Das ist deshalb besonders traurig, weil wir wissen, dass Børnstad das so viel besser kann. Manchmal ist es besser, Archive nicht zu öffnen oder wenigstens nicht alles ans Licht zu zerren, was man dort findet. (sep)
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