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Ship Of Light
(2010, Catskills/Rough Trade RIDCD021)
Ein wehender Chiffonschal, lässig geschwungen um den zarten Hals einer klassisch-frechen Schönheit, im Fahrtwind flatternd, auf dem Weg über Hinterlandstraßen ins Nirgendwo: So leicht und latent geheimnisvoll klingen die Songs auf »SHIP OF LIGHT«, dem dritten Longplayer des Quintetts aus Helsinki. Das lange Warten hat sich gelohnt: Husky Rescue halten die Jonglierbälle mit einer Mischung aus Lo-fi-Countrypop, glitzernden Electronics und tanzbaren Clubsounds gekonnt in der Luft, aber lassen das Unheimliche sanft in die Songs kriechen. Wie Nebel, der aus dem Nichts steigt und plötzlich alles einhüllt. Elektronische Geisterbahnfahrt, unerhörte Geräusche, die wir fern aus Nachtgespinstern kennen, kurz bevor sie in Alpträume kippen. Die kühl-warme Stimme von Sängerin Reeta-Leena Korhola ist vielleicht die einzige Sicherheit, die hier bleibt.
Irgendwann ergeben wir uns und lassen uns auf schönste Abwege führen, auch wenn das Herz mitunter angstvoll pocht. Husky Rescue nehmen uns an die Hand und führen uns mit Songs wie »We Shall Burn Bright« auf die Tanzfläche und lassen uns vom schwankendem Boden aus abheben, ins Blaue, ins Graue, hinter dem Horizont. Gemeinsam mit ihnen pfeifen wir im Dunkeln. (emv)
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