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Solskinndypet
(2004, Kirkelig Kulturverksted FXCD 284)
Versuche, gelesene Gedichte mit atmosphärischem Jazz zu verschmelzen, gab es immer wieder. Oft stehen dabei Sprache und Musik isoliert nebeneinander und treffen sich dabei – naturbedingt – kaum zum gemeinsamen Kanon. In Ansätzen ist das auch die Schwachstelle dieser CD, wo Ketil Bjørnstad die von Kolbein Falkeid mit Märchenonkelstimme vorgetragenen Gedichte vertont.
Doch darüber sieht man gern hinweg angesichts der Meisterschaft, mit der der Osloer Pianist und seine Mannschaft – darunter Rypdal-Bassist Bjørn Kjellemyr, Molvær-Drummer Rune Arnesen und der wie immer großartige Trompeter Arve Henriksen – mit federleichtem Strich Stimmungsbilder malen. Ebenso behut- wie sparsam und von Jan Erik Kongshaug in grandioser Klangqualität zu Gehör gebracht illustrieren die Musiker Falkeids Worte und wirken dabei poetischer als die wortgewaltige Poesie selbst. Ein Gesamtkunstwerk, bis hin zum Cover. (lha)
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