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White Diary
(2004, Bad Afro/VME AFROCD 024)
Was erwartet man von einem Song mit dem Titel »Funeral Class One«? Jedenfalls keine Blümchenprosa und keine zarte Frauenstimme, die mit einem über Ibsen diskutieren will. Statt dessen werden Gitarren verprügelt, übt man sich im Wettrommeln, weshalb Silver für die zehn Songs standesgemäße 35 Minuten brauchen und die Bühne mehr schätzen als den Plattenteller (ihre Sachen gibt es jeweils auch auf Vinyl).
Andere Songs auf ihrem ersten Album heißen »Dark Dark Diary« oder »The Emptiness«, und alles bleibt, wie es eingefädelt wird. Schnell, rau, dichtbepackt, rotzig, forsch, launisch, krachig, hetzig und kompromisslos, wie das so im Punkglamorbuzzrock eben zugeht. Weshalb zuweilen auch die Jungs von Turbonegro vorbeischauen, wenn ihnen nach einer gewissen Portion Härte zumute ist. Ach, sehr sauber produziert ist die Scheibe auch. (frk)
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