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Emo
(1998, Innovator Series/Warner 3984)
Sari Kaasinen hatte schon einiges an Erfahrungen im Studio wie auf der Bühne mit den von ihr geleiteten Bands Värttinä und Sirmakka gesammelt, bevor sie sich endlich zu einem Soloprojekt entschloss. »EMO« (Mutter) wirkt daher über weite Strecken wie ein Befreiungsschlag. Kraftvoller, variantenreicher und auch popiger sind ihre Songs geraten und weniger einem einhelligen Erscheinungsbild verpflichtet. Dabei bleibt sie dem karelischen Schachtelgesang durchaus treu, und auch das bekannte Instrumentarium aus Kantele, Akkordeon, Mandoline, Geige und Drums ist geblieben.
Doch nimmt sie die musikalischen, über die Jahre gereiften Standards jetzt weniger streng für sich, sondern mehr als Ausgangsmaterial für weiter gehende Adaptionen. Am hörbarsten und offensichtlichsten geschieht dies in »Miellessäni«, einem quirligen Tanzstück, das sich gelegentlich in einen urbanen Reggae verwandelt. (frk)
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