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Bellow Poetry
(2006, Intuition/Alive INT 3388 2)
Folgende Wette gilt: Man höre sich durch 10.000 unterschiedliche Akkordeon-Produktionen, und man wird Maria Kalaniemi in jedem Fall heraushören. Denn ihr Spiel ist einfach unverwechselbar köstlich, frei von jeglichem burschikosen Getöse und fern jeder ziehenden Saumseligkeit, die sonst den Ruf des Akkordeons so schädigt. Kurz: Sie ist die Königin dieses Instrumentes. Nun hat sie sich noch dazu einen Traum erfüllt und mit »BELLOW POETRY« ein reines Soloprojekt vorgelegt. Allein Gitarrist und Ehemann Olli Varis, der die Stücke abgemischt hat, ist auf zwei Stücken zu hören. Aber sonst eben Komposition, Arrangement, Spiel und auch Gesang: alles Maria Kalaniemi.
Es ist, als habe sie ihr Spiel noch einmal mehr destilliert und dank ihrer Rückgriffe auf die ehrwürdigen Runengesänge der Kalevala und finnischer Gipsyweisen unzweifelhaft ihre bisher beste Produktion abgeliefert. Was soll man empfehlen? »Niityt Ja Vainiot«, ein dahinschmelzendes Lied, bei dem das Herz stehen bleiben kann? Oder das dynamisch und euphorisch angelegte und noch lange nachhallende »Kevään Kurjet«? Ach, was für eine CD, mit der man das beginnende Jahr locker überstehen wird – egal was kommt. (frk)
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