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Vedergällningen
(1999, Westpark/Indigo WP87061)
Wohl keine andere schwedische Band – außer vielleicht Hedningarna – schafft es, mittelalterliche Volkslieder so zeitgemäß zu interpretieren. Mit »GUDS SPELEMÄN« gelang ihnen auch hierzulande endlich der Durchbruch, doch das drei Jare später folgende Album »VEDERGÄLLNINGEN« setzt noch eins drauf: Garmarna peppen den herben Klang von Leierkasten, Maultrommel und Violine mit der rockigen Wucht von Breakbeat-Drums, verzerrter E-Gitarre und Synthesizer auf.
Die blutrünstige Sage vom Dieb Brun und einer entführten Jungfrau etwa hinterlegen die Schweden mit tieffrequent blubbernden Sounds, die an das Geräusch von aufbrechendem Eis erinnern: Es sträuben sich einem die Nackenhaare, wenn Emma Härdelin erzählt, dass die Jungfrau tatsächlich Jungfrau bleibt, da sie Brun mit ihren Zopfbändern im Schlaf fesselt und dann erdolcht ... (peb)
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