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Purgatory Afterglow
(1994, Black Mark BMCD61)
Wie hinterhältig ... eben flötet Dan Swanö noch die ersten Töne vom atmosphärischen Synthesizer-Intro »Twilight« ins Mikro, dann verwandelt sich der Song in ein leibhaftiges Death-Gemetzel. Im gleichen Stil schließt sich »Of Darksome Origin« an. Der Metal-Schnellzug rast in hals- und nackenbrecherischer Geschwindigkeit über das gothic-rockige(!) »Black Tears« bis zum experimentellen letzten Stück, »Song Of Sirens«, des bis dato besten Edge Of Sanity-Albums.
Swanö neigte schon damals zu Experimenten aller Art: Er singt als einer der ersten Death-Frontmänner clean und ist mitverantwortlich für den melodiösen Sound. EOS hebt sich dadurch wohltuend von den Entombed-Kopien ab, die wie Pilze aus dem schwedischen Boden schießen; außerdem stehen sie möglicherweise Pate für spätere melodischen Death-Bands wie In Flames. Nur ihre Landsmännern Dismember, die wütender und aggressiver zur Sache gehen, zeigen sich als gleichwertige, würdige Entombed-Inspirierte. (nat)
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