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Alle Rezensionen zu Enslaved
(Genre »Metal«, Land »Norwegen«)

 

Isa
(2004, Tabu Recordings/Soulfood 007)

Das Etikett »extremer Black Metal« kriegen Enslaved nicht gerne angeheftet. Sie bevorzugen »Viking Metal«, um sich von satanischen Bands deutlich abzugrenzen. Zitat des Sängers und Bassisten Grutle Kjellson: »Der Begriff Black Metal passt nicht zu unseren Texten« – denn diese beschäftigen sich vornehmlich mit skandinavischer Mythologie. Der Sound der Norweger dagegen impliziert einige Black Metal-Elemente, etwa chorale Gesänge, Kreischorgien, typische Rhythmik.

Schlagzeuger Cato Bekkevold samt der Gitarristen Ivar Bjørnson und Arve Isdal zeigt sich weniger schüchtern als Herbrand Larsen, der Genre-untypisch sein Keyboard zurückhaltend handhabt. Von Enslaveds Entwicklung zeugt »Return To Yggdrasill« – melodischer Akustik-Part inklusive. Also keine Rückkehr zu ihren Wurzeln, im Gegenteil. »ISA« ist ein abwechslungsreiches Werk, mal Ode an die Melancholie, mal Liebeserklärung an die Heimat. (nat)



Siehe auch:
Satyricon
Windir
Audrey Horne
Emperor

 Enslaved: Isa

Offizielle Website

Offizielle Website      www.enslaved.no

   

Vertebrae
(2008, Indie Recordings/Soulfood INDIE023CD)

Enslaved wandeln noch ein Stück weiter auf dem Weg, den sie auf »ISA« bereits andeuteten und auf »RUUN« beschritten: Sie nehmen etwas Viking Metal aus der Waagschale, werfen dafür mehr psychedelische Elemente hinein. Ergebnis: Der Zeiger schlägt eindeutig in Richtung Prog Metal aus. Das Spektrum reicht dabei vom Opeth-artigen »Clouds« bis zum Pink Floyd-lastigen »Ground«.

Grutle Kjellson stimmt auf »VERTEBRAE« häufig Klargesänge an, oder vereinzelte Sprecheinlagen – wenn er sich nicht gleich komplett zurückhält. Beiläufig schüttelt das norwegische Quintett härtere Riffs aus den Saiten als auf dem Vorgänger, vorwiegend in den gediegeneren Stücken. Es mag an der konstant monoton dahinfließenden Rhythmusabteilung liegen, dass der zehnte Longplayer nicht auf Anhieb zündet. Das Gesamtgebilde »WIRBEL« braucht Aufmerksamkeit und Zeit um seine volle Wirkung zu entfalten. (nat)



Siehe auch:
Opeth

   

Ruun
(2006, Tabu Recordings 022)

Hoppla, der zweite Song »Path To Vanir« verblüfft mit einer plötzlichen Prog-Passage. Doch schon donnert »Fusion Of Sense And Earth« gewaltig los und sticht gemeinsam mit dem Opener aus dem Midtempo heraus, in dem das restliche »RUUN« driftet.

Die Norweger ruhen sich nicht auf den Lorbeeren von »ISA« aus, sondern verschmelzen über eine gute Dreiviertelstunde Alt und Neu: Grutle keift und grunzt zu »FROST«igen Gitarren; klarer Gesang stellt sich ihm entgegen, Folkelemente huschen an sphärischen Orgeln vorbei und erobern ein neues Territorium. Gegen Ende geben sich Enslaved etwas zu beständig – doch bevor sich Langeweile ausbreiten kann, findet das Album sein Ende. (nat)



Siehe auch:
Frost



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