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Agram
(1996, ECM/Universal 533.099-2)
Auch mit dem zwei Jahre später erschienenen Album erreichte das in seiner Besetzung nahezu unveränderte Willemark-Ensemble wieder die gleiche eindringlich-karge Schönheit nordischer Musizier-Tradition. Wie sch die Instrumente umspielen, suchen und finden, um dann wieder ihrer eigenen Wege zu gehen, setzt Maßstäbe. Und abermals schuf Jan-Erik Kongshaud ein makelloses Klangbild und untermauert damit seinen Ruf, einer der weltbeste Toningenieure zu sein.
Textlich behandeln die harschen Songs ein blaues Moor, den mit der Kraft von zwölf Männern ausgestatteten Bären, Elfentänze oder den wilden Hafer, der sich nach der Sonne sehnt – Themen eben, mit denen sich die Menschen im Mittelalter beschäftigt hatten. Ob sie damals auch schon zu solch betörender Musik in der Lage waren? Sicher nicht! (peb)
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