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Pacific Memories – The Early Tapes
(2006, Beatservice/VME BS094CD)
Ach, sie sind dann doch echte Kitschschleudern – das Duo Ingebretsen/Rosenberg alias Fenomenon. Diesmal haben sie längst vergriffene Frühwerke neu eingespielt und sitzen dabei gedanklich irgendwo an einem palmengesäumten Strand, saugen am Drei-Tropen-Drink und blinzeln in die Sonne. Musikalisch äußerst sich dies in feinen Klangmustern und einem stets verlässlich dahin trippelnden Klanguntergrund, während orchestrale Synthie-Geigenwolken davon schweben. »Romeo Avenue« und »By Pearls & Gold« lauten denn auch die Titel.
Zuweilen erinnern sie dank ihrer Rückgriffe auf feinziselierte Gitarrenschnipsel und gelegentlichen knappe Orgeleinsätze kurz an den manierierten Rockjazz der Achtziger, doch gelingt es ihnen immer wieder rechtzeitig, das Ruder herumzureißen und diese eigentlich unerträgliche Musik mit den Mitteln des energischen Dancefloor aufzumischen und in einen flotten, fließenden Sound zu überführen. Nett auch der Gastauftritt von Hilde Drange von Slowpho, die immer allerbestens singt. Und ehe man sich versieht, schnippt man mit den Fingern, wiegt in den Hüften mit und bekommt irgendwie seltsam grundlos gute Laune – will man gar nicht, aber ... Tja, wie machen die das bloß? Und wo ist noch mal meine Badehose, die Taucherbrille, das Flugticket? (frk)
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