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Bodjal
(2004, Amigo AMCD 752)
Ein kurzer biografischer Vorspann sei gestattet bei einem so vielseitigen Geist: Ale Möller, urprünglich Jazz-Trompeter, fand einst durch einen Griechen zur Bouzouki, spielte mit Mikis Theodorakis und vertieft sich nun seit zwei Jahrzehnten in die schwedische Volksmusik. Exquisite CDs mit Lena Willemark, Frifot oder Groupa zeugen davon. Mittlerweile gilt er, der eine eigene Mandola-Variante entwickelt hat, in Schweden als der wichtigste Meister seines Instruments.
Man übersieht dabei jedoch leicht, dass sich Möller in allen Kulturen herumtreibt. Auf »BODJAL« musiziert er mit der griechischen Sängerin Maria Stellas, dem sengelesischen Sänger Mamadou Sene, dem Hedingarna-Geiger Magnus Stinnerbom, dem kanadischen Bassisten Sebastian Dubé und dem mexikanischen Perkussionisten Rafael Sida Huizar. Folkloristische Buntheit verkommt bei ihm aber nicht zur ornamentalen Beliebigkeit, sondern fügt sich selbstverständlich zu einem formidablen Ethno-Crossover-Paukenschlag, wo die Vokabel »Grenzen« längst bedeutungslos geworden ist. Nichts weniger als ein Geniestreich. (lha)
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