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In Winds, In Light
(2004, ECM/Universal 981.1231)
Anders Jormin, einer der großen Bassisten im europäischen Jazz, wurde beauftragt, neue sakrale Musik zu schreiben, welche dann in der Kathedrale von Västerås uraufgeführt werden sollte. Dazu ließ er sich inspirieren von einer Reihe passender poetischer Texte von schwedischen Autoren wie auch von William Blake. Diese bettete er in eigene Kompositionen und stellte dann zur Vertonung ein besonderes Ensemble zusammen.
Mit der Pianistin Marilyn Crispell und dem Drummer Raymond Strid, beide in eher freieren Gefilden beheimatet, hatte Jormin schon länger zusammengearbeitet. Und Lena Willemark, üblicherweise zwischen Folk und Jazz wechselnd, singt klar und schnörkellos, hat aber auch Gelegenheit zu expressiven freien Ausbrüchen. Sehr reizvoll ist der Klang von Marilyn Crispells Piano und der Kirchenorgel von Karin Nelson. Jormins Bass tönt mächtig wie immer, und die Kompositionen? Von seltener Schönheit manchmal, von bedeutungsschwangerer Schwere mindestens genauso häufig, und von gähnender Langeweile ab und zu. Wie das halt so ist mit sakraler Musik. (tjk)
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