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Edvard Grieg: Ballad for Edvard Grieg
(2007, EMI 0946 3 94399 2 8)
Ein Geburtstagsalbum zum 100. von Edvard Grieg von Landsmann Leif Ove Andsnes – das klingt ja erstmal wunderbar. Leider, leider ist an dieser CD nicht viel Neues – sowohl das Klavierkonzert als auch die lyrischen Stücke stammen von älteren Aufnahmen; nur die groß angelegte Ballade ist eine Neueinspielung. Und die ist auch gelungen, wenn man denn Andsnes' samtweichen, leicht melancholischen, eher nebligen Anschlag mag. Die furiose Wildheit ist seine Sache nicht, die glasklare Technik schon, sie ist wirklich ein Hörerlebnis.
Die solistischen Werke bekommen dadurch eine zerbrechliche Tiefe, klingen ein bisschen wie von fern gespielt, wenn man so will: skandinavisch eben. Das Klavierkonzert aber hätte einige Kanten durchaus verdient, die auch die Berliner unter Mariss Jansons nicht voll beisteuern. Grieg ist eben nicht der plüschige Romantiker wie einige seiner Zeitgenossen, sondern durchaus ein Wegweiser, der in Richtung Zukunft zeigt – selbst in dem heute fast zu populären Klavierkonzert. Eine Ahnung davon würde der Musik seiner norwegischen Landsleute auch hundert Jahre später guttun. (sep)
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