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Tomhet, Idel Tomhet
(2009, Labrador/Broken Silence LAB123)
Ingenting sind wie auf altmodische Art pubertierende Jugendliche: mal in sich gekehrt, mal fröhlich, mal herzgebrochen, mal unsicher, mal liebesbedürftig, mal verwirrt. Das zweite bei der Zuckerbäckerplattenfirma Labrador erscheinende Album »TOMHET, IDEL TOMHET« des Sextetts aus Stockholm ist, dem Himmel sei Dank, labeluntypisch süßkramfrei ausgefallen. Ist zärtlich, vielschichtig und von einer stillen Freude. Was unmissverständlich zeigt, dass der naive, großäugige Ansatz am Ende siegen wird. Denn merke: Die Berechnung und der prahlende Egoismus sind der der Tod des Pop.
Ingenting zelebrieren ganz bewusst bescheidene Hymnen. Leichtfüßig, schwerelos und angenehm selbstverständlich. Streuen zwischendurch fein abgewogene Boy-Girl-Duette ein. Das ist die ideale Musik, mit der sich ein Tag auf angenehme Art vertrödeln lässt. Ingenting sind die Helden der kleinen, hellsichtige Einsichten. Spüren flüchtigen Gefühlszuständen sensibel nach. Diese selbstbewusste Verträumtheit der Schweden hat etwas ungemein Tröstliches. Wir müssen nicht immer nur müssen. (emv)
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