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Buzz Human
(2011, Crunchy Frog/Soulfood 14020)
Powersolo sind schlimmer Finger. Coole Hunde. Verschwitzte Bastarde. Erlöst werden die beiden nudeldünnen Krawaller aus der Unterstadt in diesem Leben nicht mehr. Fahren wir also zur Hölle, es wird langweiligere Orte im Jenseits geben. Auf »BUZZ HUMAN«, dem fünften Album von Powersolo, das schön pünktlich zum zehnjährigen Bandjubiläum erscheint, sind die Dänen zwar zum Duo geschrumpft, aber der dreckigen Variante des Rock fein treu geblieben. Die zwei aus Århus leben lustvoll in einem Universum, in dem die Blues Brothers die Reservoir Dogs unter den Tisch saufen. Und sind dabei so cool wie Flash And The Pan zu ihren Hochzeiten. Die Frauen am Tresen sind hier definitiv keine Damen.
Dumm nur, dass diese bösen Buben mit der dicken Lippe es sich so traulich in ihrem Absteiger-Dasein zwischen Neo-Rockabilly, rauhem Punk und bluesgröhligem Balladentum eingerichtet haben, dass die Bukowski-Attitüde wie ein Wohnzimmer wirkt, in dem die leeren Jägermeisterflaschen eine Stimmung heimeliger Abgeranzheit suggerieren. Textlich bewegt man sich hier auf dem Niveau von »I´ve got sensation, you´ve got temptation«. Sie so die Rock´n´Roll-Revolution aus? Ordentliches, schmutziges Handwerk? (emv)
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