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Dig Up The Knife
(2010, Fullsteam Records FS173CD)
Schade, schade, schade: Auf »DIG UP THE KNIFE« ist kein Stück vom Kaliber »Animal« (Titeltrack des Vorgängers). Kein Ausbrecher nach oben findet sich auf dem Viertling Sweatmasters, die elf Songs sind qualitativ homogen. Das Trio Sasu Mykkänen, Matti Kallio und Mikko Luukko fabriziert kratzigen Stoner-/Garagenrock in eher gedrosseltem Tempo mit leichtem Blues-/Soul-Einschlägen. Weniger punkig, häufig weniger treibend als – vor allem live – gewohnt, leider.
Kurze, wütende Ausbrüche bremsen die Finnen meistens sofort wieder aus, was ihnen in »One Hand Stand« allerdings sehr gut gelungen ist: die gekonnten Tempowechsel machen das Lied zu einem Hinhörer. Der 32-Minüter ist beileibe kein schlechtes Album, er hat durchaus gefällige Momente, wie das verwaschene »Dirty Man«, das erwähnte »One Hand Stand« oder das stampfende »Run Run«. Das Werk weist aber seiner kurzen Spielzeit zum Trotz einige Längen auf und kann sich nach Verklingen des letzten Tones nicht im Ohr festbeißen. Schade. (nat)
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