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Back Hand Smash
(1992, Odin Records/Musikkoperatørene NJ-40192)
Berührungsängste musikalischer Art scheint Jon Eberson nicht zu kennen: An sich ist er ja ein hoch gelobter Jazzgitarrist (u.a. bekam er mal den Spelemannspris, den norwegischen Grammy), aber er blickt auch gerne mal über den jazzigen Tellerrand. Was er auch schon in jungen Jahren tat, bzw.: Diesem Manne graust vor gar nichts! Mit zwei sehr renommierten Begleitern, Bjørn Kjellemyr (b) und Paolo Vinaccia (dr), die auch schon mit Terje Rypdal musizierten, versucht Eberson, die Rock-Sau rauszulassen.
Heraus kommt keine Sau, allenfalls ein Miniferkel – ein Eber-Sohn (Entschuldigung: solche Kalauer sind dem Rezensenten üblicherweise fremd, aber hier muss es sein!). Blutleerer, sinnloser, nichts sagender geht es kaum. Gelegentlich hört man noch Posaunist Torbjørn Sunde, Trompeter Nils Petter Molvær und Sängerin Sidsel Endresen, gelegentlich spielt Eberson solo akustische Gitarre, dann wird’s besser. Danach kommt’s noch dicker, mit Gesang. Ein Witz, diese Scheibe. Aber alles nicht so tragisch, sie waren jung, und alle haben später Unmengen richtig gute Aufnahmen gemacht. (tjk)
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