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Director's Cut
(2004, CCAP 029)
Scharfkantige Twang-Gitarren, eine Rock'n'Roll-typisch umkippende Raureif-Stimme wie bei Omar Dykes, und eine Band, die ordentlich rumpelt und lärmt. Manchmal erinnert das an melancholischen Depri-Blues, wie ihn Madrugada leider längst nicht mehr zustande bringen; manchmal an von grausamen Streichern begleitete Morricone-Soundtracks, manchmal an sich schier überschlagenden High-Speed-Punk-Rock'n'Roll mit Referenzen bei Iggy Pop, Jon Spencer's Blues Explosion oder den Beasts Of Bourbon.
Stellt Euch einen doppelten Whisky vor, dazu ein scharfe Pampe aus Schinken und Bohnen; in der Luft liegt der Geruch von Leder, Schweiß und Pistolendampf, der noch aus der Mündung Deiner 45er qualmt. Du bist in einem Film von Quentin Tarantino, in einer grausamen, harten und leidenschaftlichen Welt; auf der Suche nach Liebe, die Du niemals finden wirst. Den Soundtrack zu dieser Welt fabriziert ein vielversprechendes Quartett aus Stavanger, bei dessen Publikum Jungs verstört nach Hause gehen und nur die Männer bleiben werden. (lha)
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