|
The Varangian Way
(2007, Century Media/SPV 77580-2)
Drei Jahre hat es gedauert, bis sich die nach dem finnischen Kriegsgott benannten Turisas mit ihrem »Battle Metal« auf die Spuren ihrer Vorfahren begeben – genauer gesagt auf »THE VARANGIAN WAY«: Die Varangianer, auch Waräger genannt, waren mittelalterliche Wikinger aus dem hohen Norden. Und so vertonen die Mannen um Nygård »nicht einfach bedeutungslose Ammenmärchen, sondern wir erzählen eine wahre Geschichte«.
Passend zu den inspirierenden alten Legenden baut das Sextett osteuropäische/nordische Folklore-Einflüsse in seine Lieder ein. Geigen und Akkordeon ergänzen die (power)metallischen Schlachtgesänge. Allerdings sorgen Fanfaren-Getröte oder übertriebene Kriegs-Theatralik wie in »Five Hundred And One« für (unfreiwillige) Komik. Fazit: Die Finnen offerieren extrem bombastische Hymnen mit hohem Mitsingfaktor, vorgetragen in Klargesang oder mit krächzender Stimme, stellenweise zugekleistert mit dick aufgetragenen (Frauen)Chören. Wer Kapellen wie Ensiferum, Finntroll oder Moonsorrow zu hart findet, der probiere es mit Lordis Tourbegleitern alias Turisas. (nat)
|