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Alle Rezensionen zu Unleashed
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

Hammer Battalion
(2008, Steamhammer/SPV 80001255)

Auf das in der Metalgemeinde hochgelobte 2006er Werk »MIDVINTERBLOD« folgt zwei Jahre später Unleasheds näxter Streich: Kein Sekundenbruchteil Einleitung gönnt Sänger/Basser Johnny Hedlund dem Hörer, sein Kreischer-der-zum-Todesröchler-wird IST die Einleitung des Albums, des Openers »Greatest Of All Lies« und Bandvorstellung in einem. Die Entfesselten bleiben sich auf »HAMMER BATTALION« wie erwartet treu; wer auf tiefgreifende Veränderungen oder verwegenerweise gar auf einen Stilbruch lauert, der lauert vergebens.

Das Quartett liefert eine starke, schnörkellose Death-Scheibe, die problemlos zehn Jahre früher in ihrer Diskografie stehen könnte. Hedlund, Fellklopfer Anders Schultz sowie die Saitenhexer Tomas Måsgard /Fredrik Folkare feuern auf ihrer neunten Studioscheibe (Respekt) eine Bangvorlage nach der anderen ab, mit jeder Menge Blastbeats und morbidem Gegeifer. Doch zwischen den Nackenbrechern wie dem Titeltrack und »Home of the Brave« stecken auch ein paar Midtempo-Nummern mit ausufernden, teils abrupt klaren Gitarrenpassagen und interessanter Rhythmik. Sympathisanten der Schweden können bedenkenlos zugreifen. (nat)

 Unleashed: Hammer Battalion

Offizielle Website

Offizielle Website      www.unleashed.se

   

Sworn Allegiance
(2004, Century Media/SPV 77524-2)

Was derzeit Finnland für den Folk Metal ist – man denke nur an Finntroll, Ensiferum, Moonsorrow oder Turisas –, das ist Schweden im Death Metal: eine wahre Hochburg für Anhänger ebendiesen Stils. Neben den Altmeistern In Flames und den wiederauferstandenen Grave beleben immer wieder neue, vielversprechende Todesmetaler den Markt.

Unleashed sind aber beileibe keine Newcomer, vielmehr gehören auch sie zu den Death Metal-Pionieren des hohen Nordens. Im Gegensatz zu Grave, die sich vorwiegend dem stampfenden Death verschrieben haben, gehen Unleashed um einiges ungebremster zur Sache. Der Sänger bewegt sich in etwas höheren Tonlagen und kommt nicht ganz so hässlich rüber, wie man es sich wünschen würde; trotzdem sollten Fans todesmetallischer Klänge zumindest einmal reinhören. (hog)



Siehe auch:
Finntroll
Turisas
In Flames
Grave



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