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(1998, Rune Grammofon/Universal RCD 2007)
Ist das nun E-Free-Jazz oder jazziger Elektro-Avantgarde-Freestyle, was da aus den Boxen rinnt? Wer versuchen will, die Musik des Projektes Supersilent zu kategorisieren, hat schon verloren. Aber man will doch umgekehrt wissen, wie das heißt, was Arve Henriksen, Ståle Storløkken, Jårle Vespestad und vor allem Ex-Motorpsychorocker Helge Sten alias Deathprod in regelmäßigen Abständen fabrizieren: Eben noch erhebt sich ein nicht endend wollendes elektrisches Gewitter, dass die Tassen im Schrank zu tanzen beginnen, und schon gleitet das nächste Stück über in schwebende Ambientmuster, bis sich eine trötende Trompete ebenso ihren Weg bahnt wie ein zersägtes Cello oder rhythmische Bassläufe wie aus einem Walzwerk.
Die Stücke werden schlicht durchnummeriert, also diesmal von 4.1. bis 4.7. Angaben zu den Musikern und den Produktionsbedingungen – Fehlanzeige. Auch Grüße an Wahlverwandte oder Vorbilder (damals die Jungs aus der ersten Band, Mutter, Jesus) fehlen völlig. Dieses spartanische Vorgehen ist Prinzip: Nichts soll von der Musik ablenken; nichts soll sich zwischen die teils archaischen, teils hyperartifiziellen Töne und dem zunächst ratlosen Hörer stellen. Und der hat so nur eine Möglichkeit: erneut auf »Start« drücken, tief einatmen, festhalten – will er erfahren, was die Vier umtreibt. (frk)
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