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Alle Rezensionen zu Maria Mena
(Genre »Rock«, Land »Norwegen«)

 

Mellow
(2004, Columbia/Sony Music 515.291.2)

Ein frühreifes Mädel, diese Osloerin. Gerade mal 15 Jahre war sie, als ihr »My Lullaby« allenthalben durch die norwegischen Radios geisterte. Nach dem Debüt »ANOTHER PHASE« ließ sich Maria Victoria Mena dann bewusst Zeit, bis sie – gerade rechtzeitig vor der Volljährigkeit – mit »MELLOW« nachlegte. Und das wandelt gekonnt auf den Spuren von amerikanisch geprägtem und ein wenig Westcoast-gefärbtem Gitarrenrock.

Vorbilder wie Alanis Morissette oder Vanessa Carlton liegen nicht allzu fern, wenn Gitarren kratzig schnurren, die Drums selbstbewusst stampfen und Miss Maria mit naiv-frechem Charme vor sich hin träumt. »MELLOW« wandelt makellos produziert zwischen Pop-Ballade und Rock-Kracher. Und wenn dann noch ein Meister seines Fachs wie Thomas Dybdahl mit »So Sweet« einen Song beisteuert und ihn mit Maria im Duett singt, kann (fast) nichts schief gehen. Eigentlich unverständlich, warum Sony Music dieses feine Album für den deutschen Markt zurückhielt. (lha)



Siehe auch:
Thomas Dybdahl


Zu den aktuellen Tourterminen von Maria Mena

Maria Mena: Mellow

Offizielle Website

Offizielle Website      mariamenamusic.no

   

Cause And Effect
(2008, Columbia/Sony BMG 88697340332)

Bemüht und makellos auf Hochglanz produziert hat die Norwegerin weiter an ihrer Discografie gebaut. Natürlich hat sie es nicht leicht als frühreife Poplady nicht leicht, die einerseits ihre künstlerische Reife beweisen will und – ob nun aus eigenen Stücken oder durch Produzenten getrieben – den Erfolgsfaktor stets im Blick hat. Das kann eigentlich nur schief gehen, tut es aber erstaunlicherweise doch nicht.

Der ganze große Wurf ist »CAUSE AND EFFECT« sicher nicht, das wäre auch vermessen zu erwarten. Aber immerhin trifft man auf dramatische Balladen wie »Eyescore«, eine amüsante Coverversion des Kiss-Klassikers »I Was Made For Loving You« oder den passablen Ohrwurm »Power Trip Ballad«. Und im abschließenden »Where Were You« ist es dann endlich da, auf das man immer gewartet hat: Ernsthaftigkeit. Glaubwürdigkeit. Und auch ein wenig Leidenschaft. (peb)

   

Apparently Unaffected
(2006, Columbia/Sony BMG 82876758692)

Ist es nicht ein Jammer? Da liefert eine frühreife Singer/Songwriterin allerfeinste Musik ab, chartet damit im eigenen Land, und was macht die deutsche Sony? Veröffentlicht das erste Album hierzulande nicht und vergeigt die Promotion des zweiten. So kommt es, wie es kommen muss: Das dritte Album wird hier nur über den Import-Service von Sony/BMG veröffentlicht – was ein Indiz dafür ist, dass man die Verkaufschancen für gleich null hält.

Und das hat Maria Mena dann doch nicht verdient. Zwar kann sie mit ihrem »verflixten dritten« bei weitem nicht an die Qualität des Debüts anschließen, doch zwischen Füllmaterial finden sich einige ansprechende Songs im Fahrwasser amerikanisch geprägter AOR-Musik. Besondere Stärke zeigt sie bei den Balladen, so dass sie bisweilen wirkt wie eine (schwache Ausgabe von) Shawn Colvin. (peb)

   

White Turns Blue
(2004, Columbia/Sony Music 092557)

Seltsamerweise entschied sich Sony Music Deutschland, das »MELLOW«-Album hierzulande in modifizierter Form als »WHITE TURNS BLUE« zu veröffentlichen. Man packte drei Songs – darunter Maria Menas ersten Riesenhit »My Lullaby« – vom Debüt »ANOTHER PHASE« mit dazu und schnürte somit eine Art Best-Of. Dafür mussten vier auf »MELLOW« enthaltene Tracks dran glauben, so auch leider das Dybdahl-Duett »So Sweet«.

Es stellt sich die Frage: Soll man ihr u.a. für den deutschen Markt präpiertes Album kaufen oder sich die Mühe machen, die norwegischen Originale zu ergattern? Schwere Frage. Die drei zusätzlichen Songs bringen zweifellos mehr Chartsfutter ins Repertoire; »Mellow« wirkt dafür etwas geschlossener und mehr aus einem Guss. (peb)



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