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A Virgin And A Whore
(2002, Spinefarm/BMG 74321.900282.2)
Jungfrau contra Hure, Gut gegen Böse, Hell gegen Dunkel – und dabei immer das Yin und Yang-Prinzip beachten. Will heißen: In jeder Jungfrau steckt (schon) eine Hure. Oder wie Sänger Altti Veteläinen sinniert: »Unserer Meinung nach steckt in jedem menschlichen Wesen eine dunkle und schlechte Seite. Stark ist der, der sie besiegt«. Folgt deshalb auf jeglichen klaren Gesang brutales Gekrächze?
Ein paar gesprochene düstere Worte, flinke Gitarrenläufe, harte Rhythmen, eingängige Melodien, dazu wildes Keyboardgeklimper, das flugs die Songs in den Gothic-Schleier hüllt. Die Trauertränen versuchen die Gratwanderung zwischen pompös und atmosphärisch und reüssieren mit »The River Flows Frozen« und »The Last One For Life«. Einziges Manko: Zuweilen fabrizieren die Finnen – im Wettstreit um das Erreichen der höchsten Sphären – zuviel des Guten und spielen nebeneinander her bis aneinander vorbei. (nat)
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