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Alle Rezensionen zu Children Of Bodom
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Hatecrew Deathroll
(2003, Spinefarm/Indigo 66877-2)

Anlässlich Laihos zeitraubender Zusammenarbeit mit seiner Ex Kimberly Goss bei Sinergy mussten die Fans lange durchhalten. Doch es hat sich gelohnt, denn nicht nur der Sensenmann auf der – wiederum roten – Hülle holt aus zum großen Schlag: Nach dem für COB-Verhältnisse schwächeren »FOLLOW THE REAPER« trumpft die anno 1993 als Inearthed gegründete Metalband erneut mit begnadetem, facettenreichem Songwriting auf, verquickt mit dem Biss der Anfangstage.

Außer charakteristischen COB-Stücken wie »Bodom Beach Terror«, die rotzig-schroff aus den Boxen krachen, verwirklicht sich das Quintett im Opener: »Needled 24/7« erblüht unter elektronischen Spielereien Warmans, die Laiho gesanglich ebenso vollendet ergänzt, wie er die Fast-Ballade »Angels Don’t Kill« anstimmt. Abwechslungsreiche Vocals plus die Gitarrenduelle Laihos/Kuoppalas flankieren die ungeheuer präzise Rhythmusabteilung Blacksmith/Ratikainen. Nur eines werden die heranwachsenden Bodomkinder niemals lernen: 35 Minuten Spielzeit sind einfach nicht genug! (nat)



Siehe auch:
Sinergy
Corporal Punishment


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 Children Of Bodom: Hatecrew Deathroll

Offizielle Website

Offizielle Website      www.cobhc.com

   

Blooddrunk
(2008, Spinefarm/Universal SPI317CD)

Wahnsinn wie die Zeit vergeht – sind seit »ARE YOU DEAD YET?« wirklich schon drei Jahre vorbei? Wieder schütteln Children Of Bodom einen topmodernen Klassiker aus dem Ärmel. Wie immer erkennt der Metalhead sofort zweifelsfrei – zwei Sekunden des furiosen Openers »Hellhounds On My Trail« genügen – welche Band da im Player rotiert: So charakteristisch wieseln Laihos und Warmans Finger über die Instrumente im Melodien-Duell, liefern sich die beiden den vertraut brillanten Wettkampf Keyboard gegen Gitarre.

Laiho röchelt wie eh und je ins Mikro, wobei die Bodomkinder auf »BLODDRUNK« insgesamt einen Tick roher und rasanter toben als auf dem Vorgänger. Sie explodieren in zehn ausgelassenen, bombastischen (melodischen) Death-Songs, die sich dieses Mal erst nach mehreren Durchgängen ebenso in die Gehörgänge fräsen wie das fulminante »ARE YOU DEAD YET?«. (nat)

   

Are You Dead Yet?
(2005, Spinefarm/Universal 987191-1)

Warum? Warum nur knappe 38 Minuten? Wir wollen mehr davon! Die erste Single-Auskopplung »In Your Face« versetzt eine knallharte Ohrfeige – und nicht nur die: Mit »ARE YOU DEAD YET?« übertreffen die Bodomkinder sich selbst. Der Opener schwelgt noch in Warmans Keyboardmelodien, doch im nächsten Song donnert, brettert die dominierende Rhythmusabteilung aus den Lautsprechern.

Doch was wären Children Of Bodom ohne Laihos legendäres Gitarrenspiel? Die Finger des finnischen Saitenwunders treten hier an gegen die des vielseitigen Roope Latvala, jetzt festes Bandmitglied. Gigantisch! Bleibt nur die Frage: Wie können die Extrem Metal-Könige dieses Album toppen? (nat)



Siehe auch:
W:O:A Full Metal Juke Box – Vol.2

   

Follow The Reaper
(2001, Nuclear Blast NB 0560)

Erst in rotes, dann in grünes, jetzt in blaues Licht getaucht lockt das Maskottchen – der Sensenmann – auf dem Cover. Die Musik lockt dagegen weniger: Einen melodischeren, eingängigeren, langsameren und Mainstream-tauglicheren Abklatsch des »HATEBREEDER«-Vorgängers haben die Jungs aus Espoo da produziert. Statt des spritzigen, ungehobelten, ruppigen Windes, der auf dem Debüt noch in die Segel blies, herrscht auf »FOLLOW THE REAPER« Flaute.

Freilich sauber arrangiert, gut produziert, auf (zu) hohem technischem Niveau ist das Album als solches gelungen – doch die Finnen enttäuschen die in sie gesetzten Erwartungen. Wenn der Synthiesound nicht gerade alles erschlägt, erfreuen jedoch die hochgradigen Keyboard/Gitarre-Duelle, versöhnen die Tracks »Bodom After Midnight» oder das W.A.S.P.-Cover »Hellion« die Fans. (nat)

   

Hatebreeder
(1999, Nuclear Blast NB 0387)

Die Gitarre beherrscht Frontmann und Hauptsongschreiber Alexi Laiho wie kaum ein anderer: Filigran, melodisch, treibend erinnert sie an Sentenceds »AMOK«-Album – doch damit endet die Ähnlichkeit schon. Janne »Warman« verwendet sein Keyboard auf dem Zweitling viel effektiver und setzt passende Akzente auf die prügelnde, ungestüme Songstruktur.

Gemeinsam mit Laihos mal klangvoller, dann wieder hitzig kreischender Stimme schaffen die Finnen höchst beeindruckende, teils hymnenhafte Stücke. Das sauber produzierte »HATEBREEDER« lässt nur einen Wermutstropfen fließen: Es ist schon wieder extrem kurz, nämlich nur knappe 40 Minuten. (nat)

   

Something Wild
(1998, Nuclear Blast NB 0308)

Das Intro zum Opener »Deadnight Warrior« stammt aus dem Film »ES« von Stephen King; der Rest des Debüts klingt genauso morbide wie der Bandname: Am Bodominjärvi (Bodomsee) in Espoo bei Helsinki ermordete ein Unbekannter in den Sechzigern drei Jugendliche – bis heute ist der Fall ungeklärt.

Passend zum makabren Hintergrund spielen die Finnen extrem aggressiven Black Metal gepaart mit Gitarrenläufen aus dem Power Metal-Gebiet, Death-Rhythmen und Laihos Gekreische. Einzig die Keyboards klingen arg verhungert ... und die Spieldauer mit nur einer guten halben Stunde frustriert. Ein fulminanter Einstieg der Bodomkinder – der sofort Nachahmer wie Kalmah oder Eternal Tears of Sorrow auf den Plan ruft. (nat)



Siehe auch:
Eternal Tears Of Sorrow



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